Was tun in Krisen?


arrows in forest on Gerolsteiner mountain
Links Rechts Geradeaus

Kein Plan

….Rechts, Links, Geradeaus-Weiter gehen oder doch nochmal Anlauf nehmen?

Für die Selbständigen Kleinunternehmer und Soloselbständigen stellt sich in dieser Kriesen Zeit mehr und mehr die Frage wie es weiter geht und vor allem in welche Richtung bei so vielen Unsicherheiten und all den Fragezeichen in Hinblick auf Lockerungen.

Wie alles begann

Im März fing es an mit den Unsicherheiten über Corona, die Auswirkungen und wie weit man sich an die Einschränkungen halten soll.

Selbst und Ständig

Für Trainer, Masseure, der gesamte Veranstaltungsbereich  und einige andere Selbstständige gab es jedoch einfach Fakten die zur kompletten “vorübergehenden” Schließung der Arbeit führte und das ohne Zeitliche Einschätzung. Zu Anfang dachte ich noch, dass ich das ein zwei Monate überbrücken kann, in der Zeit Bürothemen und Strategien bearbeite und wenn noch Zeit ist meine  Homepage  neu erstelle und ein paar Videos drehe und dann natürlich noch Qualitytime mit meiner Familie verbringen kann. Der April war dann auch noch voller Motivation und Kraft, doch schon Mitte April war klar, dass so bald keine Arbeitserlaubnis kommen wird und so stellte sich für mich die Frage wie ich die Ausgaben überbrücken kann Die Monate März bis Juli sind im Bereich Personal Training und Firmenkurse absolute Hochmonate nachdem der Januar und Februar die Zahlen eher ins Minus schicken und einige Jahresbeiträge zu zahlen sind.  Dazu kommt dass die Weihnachtszeit nicht nur kostenintensiv, sondern auch noch frei von Arbeitsaufträgen ist.

Nun ja so stand ich also vor der Frage Soforthilfe oder doch einen anderen Weg einschlagen. Und so fing ein steiler und steiniger Weg mit der Arbeitslosigkeit an denn praktisch konnte ich meiner Arbeit nicht mehr nachgehen, Soforthilfe bekomme ich nicht und so gab es nur noch die Beantragung von Arbeitslosengeld und somit Hartz 4. Wenn du selbständig bist, kannst du dich sicher an dieses unangenehme Gefühl erinnern, dass innerlich alles zusammenzieht, das Gefühl versagt zu haben, Bodenhaftung zu verlieren ein Gefühl von Ohnmacht und Abhängigkeit.

Habe in den Vergangenen Jahren nicht auf Großen Fuß gelebt und schaffte es selbst mit weniger als Grundsicherung zu überleben. ( dazu gibt es demnächst eine Tipps und Tricks Liste). Ich trage nicht die neuste Mode, laufe in gebrauchten Klamotten doch bin jeden Morgen froh genau das zu machen was ich liebe. Ob Yogakurse oder Personal Training, Verspannungen zu lockern oder einfach zu inspirieren und aus meinen Lektionen zu lernen.

Was bedeutet Freiheit für Dich?

Ich habe Zeit für meine Familie und all die Dinge die ich liebe und so fällt es mir nicht schwer auf das ein oder andere Paar Schuhe zu verzichten.

Freiheit und Unabhängigkeit sind zwei große Themen in meinem Leben auf die ich lange hingearbeitet hab und nun durch Corona wird einfach alles in Frage gestellt und auf Stabilität geprüft.

Seit 2008  versuche ich unabhängig und frei zu sein, falle hin-stehe wieder auf und nehme Anlauf um weiter meine Ziele zu verfolgen und in den Pausen einfach den Moment zu genießen.

Schon das Horoskop von 2020 wurde  bei Kirsten Hanser  mit 2008 verglichen und jetzt kann ich sagen, dass da so einiges dran ist. Das Thema Verlust ist schon jetzt bei vielen Angekommen, sei es die Firma die geschlossen wird, die Beziehung die zu einer Trennung führt oder das Loslassen von Träumen auf die Jahrelang hingearbeitet wurde.

Stehe nur einmal mehr auf als du hingefallen bist

Finde nur einmal mehr in deine Mitte

Josephine

Ja natürlich hat Corona auch einiges gutes bewegt und einiges an Umdenken entstehen lassen, doch ist im Moment der Schmerz, die Ohnmacht, das Gefühl von immer weiter in den Abgrund stürzen so viel heftiger als das Vertrauen, dass am Ende alles gut werden wird und die Tiefen einen Sinn ergeben.

Wer den vereinfachten Antrag zur Grundsicherung gestellt hat, weiß sehr wohl, dass es alles andere als vereinfacht ist und Menschen mit einem starken Bedürfnis nach Unabhängigkeit und Eigenverantwortung schon alleine beim ausfüllen des Antrages in die Depression rutschen doch das war es nicht nur, es geht noch weiter sobald der Antrag gestellt ist werden utopisch viele Unterlagen verlangt, habe mittlerweile ein ganzes Jahr Kontoauszüge einreichen müssen, einige Unterlagen wurden erneut beantragt oder hinterfragt, ich fühlte mich wie  der Staatsfeind Nummer 1  als ich dann noch aus dem Ordnungswidrigkeitenbereich Emails erhielt.

Natürlich verstehe ich die Mitarbeiter der Ämter und habe so auch brav alle möglichen Fragen beantwortet egal wie komisch mir das vor kam. Musste zum Beispiel einen Darlehensvertrag mit meinem Vater einreichen, damit aus Bürokratischer Sicht alles nachvollziehbar ist. Im Endeffekt habe ich durch all die Hinterfragungen und Bürokratischen Themen nun Struktur in meinen Unterlagen, habe aussortiert und mich mit dem Thema Dokumentation, Strategie und Struktur auseinandersetzen müssen. All das kennen Yogis unter der Rubrik Lieblingsarbeit

Mitte Mai war rein gar nichts mehr von der anfänglichen Motivation vorhanden. Stattdessen kommen Themen wie Steuererklärung, Rentenversicherung, Anträge stellen und Erklärungen und Listen erstellen, Unterlagen einreichen, warten und keine Sicht auf Lockerungen, Unterhaltsthemen, Sorgerecht Betreunngszeiten und das Thema Einschulung bei der Kleinen und Schulentscheidung bei der Großen so wie das Thema Wohnungssuche dazu…Steter Wegbegleiter war die Amsel (nächster Blogbeitrag) , doch ebenso rutschte ich immer wieder in Depressive Phasen. Die Lebenspyramide der Grundbedürfnisse stellt ziemlich gut klar was wichtig ist um ein Fundament zu haben. Hier in Deutschland geht es uns tatsächlich gut mit Dach über den Kopf, Essen und Trinken; der nötigen Schulbildung und Freiheit seine Ziele unabhängig zu erfüllen und das Privileg ein Sozialstaat zu sein nicht nur in Bezug auf Krankenkasse und Leben….

Das Wegbrechen dieser Säulen zu kompensieren klappt für eine Weile, doch irgendwann stellen sich ganz von alleine Körperliche und Psychische Symptome ein und sei es nur die Schlaflosigkeit und Kopfschmerzen.

Ich persönlich hatte Glück und erhielt nach 3 Monaten endlich einen Bewilligungsbescheid.

Somit waren die Säulen Essen, Trinken und weiterhin ein Dach über den Kopf haben wieder stabil, wäre das Geld nicht auf das falsche Konto gegangen…

Ende Mai kamen auch endlich die ersten Lockerungen für Kurse und so kann ich zwar bis heute nicht Indoor unterrichten ohne Minus zu machen, dafür aber wunderschöne Outdoorkurse in den schönsten Gärten Nürnbergs geben.

Natürlich ist es nicht das Selbe wie früher, statt 12 Teilnehmern, habe ich im Durchschnitt 5, bei Regen fallen die Kurse aus und dann kommt jetzt die Sommerpause. Doch dieses Gefühl genau das zu tun was man als Berufung empfindet, gibt Kraft und Mut zum weiter machen.

Dieses Gefühl wünsche ich allen Yogalehrern, Trainern und Solo selbständigen um durchzuhalten und Wege zu finden. Gebt nicht auf das zu tun was ihr liebt. Seid kreativ und findet Wege.

Plant eine neue Strategie und redet über Ideen, vielleicht entsteht eine noch bessere Idee als zuvor oder eine neue Kooperation.

Was mir in den vergangenen Monaten geholfen hat:

  1. Yoga https://josephineschober.de/yoga/

Der Adler in allen Varianten selbst im liegen als Yinyoga Übung gibt der Adler Stabilität, Fokus, kräftigt Schultern und die eigene Mitte.

Kriegerhaltungen vor allem Krieger 1 und 3 für Durchhaltevermögen und Erdnung in allen Varianten.

2.Pilates

Pilatesatmung gezielt um die Körpermitte zu stärken, die Aufrichtung der Wirbelsäule durch die Rippenbögenzwischenmuskulatur zu unterstützen und zentriert im Moment zu sein.

Am besten jeden Tag 5 bis 10 Minuten Warm Up.

3.Massage

Kopf.Nacken Entspannungsmassage und Fußmassage für mehr Stabilität und loslassen von Anspannung und Alltag.

4.Ätherische Öle

Erdende Öle für Stabilität z.B Fichte oder Zeder. Zitrus Fresh für Klarheit und ein leichtes Gemüt und Mut.

Coaching:

Schaue einmal täglich nach Oben zum Himmel um die Grenzenlosigkeit und Weite zu spüren.

Ich wünsche dir,  gestärkt und voller neuer Ideen aus der Krise zu gehen und ganz bald wieder Momente der Fülle zu leben.

Josephine
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