Mein erstes Yoga Video

Spontan & authentisch

Die tollsten Momente entstehen manchmal ganz spontan und ohne drüber nach zu denken.

Genauso ist dieses Yoga Video an einem Mittwoch Morgen im Februar 2020 in einer Yogagruppe entstanden.


Sei glücklich, nicht perfekt

Ein so wunderschöner und aussage kräftiger Satz.

Diese Kerze steht bei mir im Badezimmer vorm Spiegel und erinnert mich jeden Morgen manchmal sogar noch vor meinem ersten Kaffee da dran authentisch und glücklich zu sein.

Das zu tun was ich wirklich will und wofür ich stehe und so glücklich macht. Es kommt nicht auf das Makeup, die Haarfrisur oder das Designeroutfit oder Perfektion an.

Es geht vielmehr darum, all meine Stärken zu sehen und mich wahrzunehmen, jeden Tag mein Bestes zu geben und auch meine Ecken und Kanten anzuerkennen und zu akzeptieren was gerade ist.

Wer bin ich und wievielte?

Kann mich noch ziemlich gut daran erinnern, dass ich vor gut 3 Jahren eine Liste mit über 50 Punkten aufgestellt hatte, die ich tun wollte um fertig zu werden.

Sei die beste Version, die du sein kannst

Diesen Satz habe ich damals als Mutter, Tochter, Selbständige, Freundin und Frau einfach anders interpretiert als jetzt und mich so kritisiert und war viel zu streng zu mir selbst und so auch zu anderen.

Damals habe ich mich sooooo sehr nach einer Harmonischen Beziehung gesehnt, wünschte mir „Das ganze Paket“ Wie Lorelei Gilmore in irgendeiner Folge zu Luke sagte.

Ich wollte für das was ich bin geliebt werden und Jemanden an meiner Seite haben, der Ecken und Kanten hat und einfach zu mir und ich zu ihm passe.

Kurz bevor ich diese To Do Liste fertig abgehakt hatte, wurde mir plötzlich klar, dass all die Punkte, die Ziele und die Dinge, die noch nicht perfekt sind, dazu gehören.

Das Leben ist ein Weg und jeder Schritt gehört dazu.

Wie langweilig wäre mein Leben, wenn alles so wie gewünscht wäre und keine neuen Ziele oder Träume da sind?

Als ich das verstanden habe, fing ich an das Jetzt und mich selbst im Moment zu akzeptieren und zu lieben.

Alle bisherigen Erfahrungen, Schritte und Wege haben mich genau dorthin gebracht, wo ich jetzt gerade bin. Und hey ich habe tatsächlich schon eine Menge erlebt und getan.

So wie das Video als erstes und spontanes Video noch sehr viel Optimierungsbedarf hat, so bin ich doch sehr zufrieden überhaupt den Mut aufgebracht zu haben, es zu machen und auch jetzt und hier mit euch zu teilen.

Irgendwann überwiegen Lebensfreude und Leichtigkeit.

Josephine

1.) Übung:

Nehme dir einen Moment Ruhe, einen Stift und Zettel zur Hand und schreibe auf, welche drei Dinge du in deinem Leben geschafft hast, die dich ausmachen, deine Stärken zeigen und auf die du stolz bist.

Wenn ich so drüber nachdenke sind es sehr viele Dinge die beispielsweise meinen Mut, Offenheit und Ehrlichkeit widerspiegeln und mich zum Lächeln bringen.

Natürlich gibt es Dinge, auf die ich nicht stolz bin oder die ich jetzt anders angehen würde. Doch jetzt bin ich eine erfahrenere Josephine als noch Gestern.

Und vielleicht bekomme ich das mit der Rechtsschreibung auch irgendwann noch hin.

In Zeiten als schwangere Hotelmanagerin, Mutter, Möchtegern-Selbständige und Frau gab es bei mir so viele Aufgaben und Dinge die täglich zu erledigen waren und so unbeschreiblich viel Druck den ich als Empath und Harmoniesüchtige in einer “Beziehung” mit einem Narzissten gar nicht gerecht werden konnte. Da gab es zum Beispiel einen Zettel am Kühlschrank auf den jedes Mal, wenn Dinge nicht eingehalten wurden oder Fehler gemacht wurden, alles mit Tag und Uhrzeit notiert wurde.

Es gehören immer zwei Seiten dazu und dann gibt es noch Eigenverantwortung und Abgrenzung.

So sah ich zu der Zeit meine Schwächen und was ich alles nicht erledigt oder falsch gemacht habe. Egal wie gut ich im Hotel oder als Mutter war, am Ende des Tages blieb der Zettel am Kühlschrank. Mir fehlte Wertschätzung und Prioritäten setzen, mein Rückgrat war durch ständiges Bemühen, anpassen und dem Dauerlauf endlich genügen und geliebt zu werden alles andere als aufgerichtet.

Jetzt weiß ich, dass meine Schwächen auch meine Prioritäten zeigen können. Mich zu dem machen was ich bin. Mit Ecken und Kanten zu einer manchmal etwas naiven optimistischen, lebensbejahenden und authentisch glücklichen Yogafine.

Versuche nicht zu sein wie irgendjemand, sei du selbst und glücklich

Es gibt Tage da bin ich richtig erfolgreich und schaffe einige Punkte die auf meiner 12 Punkte To Do Liste stehen und hey das fühlt sich richtig klasse an.

Und ja….dann gibt es Tage da geht gefühlt alles schief , beginnend mit: Der Kaffee ist alle oder ich habe verschlafen.

An diesen Tagen weiß ich durch Lebenserfahrung, dass ein neuer Tag kommen wird, die Sonne wieder scheinen und die nächste grüne Welle schon auf mich wartet.


2.)  Übung

Nehme dir wieder etwas zu schreiben und mache dir eine Liste der Aufgaben, die du wirklich hast.

Und damit meine ich nicht die Zimmer deiner Pubertiere aufzuräumen, die Hausaufgaben hinterher zu tragen, oder andere Aufgaben die andere haben, abnehmen zu wollen.

Sei nicht egoistisch.

Wenn man das nämlich einmal näher beleuchtet, könnte man strenggenommen sagen, dass du den anderen dann die Möglichkeit nimmst zu wachsen, zu lernen sich Herausforderungen zu stellen. Denn wie kann dein Kind Verantwortung für die eigenen Aufgaben erlernen, wenn du sie übernimmst? Und ebenso nimmst du auch das Erfolgsgefühl, wenn Dinge ganz alleine geschafft wurden und das ist einfach wichtig, um das eigene Selbstvertrauen zu stärken.


3.) Übung- am besten ein paar Tage nach Übung 2

Schau dir deine Liste an und setze Prioritäten, teile die Aufgaben auf die Woche auf, und zwar so dass es realistisch und nach der SMART Methode ist.

Wenn du magst, helfe ich dir auch gerne, aus einer anderen Perspektive ist es manchmal leichter eine Lösung zu sehen. Schreibe mir also gerne eine Nachricht.


4.) Übung

Stelle dich morgen Früh vor deinen Spiegel und schenke DIR deinem großen Selbst ein authentisches und ehrliches Lächeln.


5) .Übung

Fange an! Fange einfach an dein eigenes Leben zu leben, Dinge zu tun die dich glücklich machen könnten, bei denen du bisher jedoch gedacht hast, dass du das nicht kannst, oder andere das besser können.

Natürlich kann es sein, dass es dir nicht gleich gelingt und natürlich gibt es bei 80 Millionen Menschen nur in Deutschland vielleicht den ein oder anderen der es besser kann. Doch darauf kommt es nicht an. Vielmehr geht es um Erfahrungen.

Yoga besteht zu 1 % aus Theorie und zu 99 % aus Praxis und Erfahrung.

Jois

Probiere vielleicht auch etwas neues zum Beispiel das Ignorieren von anderen die sagen du musst dies und das und jenes, oder das macht man nicht….Wieso sollten die besser wissen als du, was du musst oder nicht musst.

P.S: Eine deiner Stärken ist es übrigens, einen langen Finilogischen Text bis hierhin zu lesen.

Schön, dass es dich gibt.

Liebe Grüße

Josephine

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